Einführung
Was ist Cellulite eigentlich?
Cellulite, medizinisch auch als oberflaechliche Lipodystrophie bezeichnet,
ist eine strukturelle Veraenderung von Haut und Unterhautfettgewebe. Typisch
sind Dellen, Einziehungen und das bekannte Bild der Orangenhaut. Sie entsteht,
wenn Fettgewebe nach aussen drueckt, waehrend Bindegewebsstrukturen die Haut
nach innen ziehen. Zusaetzlich können gestaute Fluessigkeit, veraenderte
Mikrozirkulation und leichte Entzuendungsprozesse das Hautbild weiter
verschlechtern. Betroffen sind vor allem Hueften, Oberschenkel, Gesaess,
Unterbauch und gelegentlich auch Oberarme, Knieinnenseiten oder Waden.
Wichtig ist: Cellulite ist nicht einfach nur Fett. Hautqualitaet,
Bindegewebe, Fettverteilung, Lymphfluss und Spannkraft wirken zusammen.
Deshalb braucht nicht jede Patientin dasselbe Behandlungskonzept, sondern
eine Einordnung danach, welcher Faktor im Vordergrund steht.
Grundsaetzlich unterscheidet man haeufig drei Formen: die adipoese
Cellulite mit staerkerem Bezug zu lokalen Fettdepots, die fibröse
Cellulite mit festerer, oft deutlicher sichtbarer Orangenhaut und die
waessrige Cellulite, bei der Fluessigkeitsstau und eine Schwaeche des
Lymphabflusses eine wichtige Rolle spielen. Gerade die waessrige Form
kann auch bei schlanken Frauen auftreten. Diese Unterscheidung ist
wichtig, weil sie beeinflusst, welche Therapie sinnvoll ist und ob
eher Gewebe, Hautspannung, Drainage oder lokale Fettverteilung behandelt
werden sollten.
80-90 %
der Frauen sind nach der Pubertaet betroffen
Nicht nur Fett
auch Haut, Septen und Bindegewebe sind beteiligt
Typische Regionen
Oberschenkel, Gesaess, Hueften und Unterbauch
Individuell
nicht jede Cellulite hat dieselbe Ursache